Projekt mit Modellcharakter: Studium von Physiotherapie und Humanmedizin enger verzahnen

Hochschule Osnabrück und Universität Oldenburg erarbeiten gemeinsame Ausbildungsinhalte für Studierende beider Fachgebiete. Robert Bosch Stiftung fördert die Kooperation

Pressemeldung der Firma Hochschule Osnabrück

Die Hochschule Osnabrück und die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg bauen ihre Zusammenarbeit in Lehre und Forschung im Gesundheitswesen aus: Im Projekt „MEDPhysio in Klinik und Forschung“ wird die Ausbildung von Studierenden der Humanmedizin in Oldenburg und der Physiotherapie in Osnabrück enger verzahnt. Die Robert Bosch Stiftung fördert das Projekt mit 75.000 Euro.

„Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen zum Wohl der Patientinnen und Patienten muss verbessert werden“, betont Projektsprecher Prof. Dr. Christoff Zalpour, der in Osnabrück im Bereich Physiotherapie lehrt und forscht. „Dank der Förderung haben wir als Hochschulen im Nordwesten Niedersachsens nun die Gelegenheit, unsere Kooperation in der Ausbildung in den Gesundheitsberufen auszubauen und vor allem die Qualität dieser Ausbildungsgänge weiter zu verbessern.“

Prof. Dr. Gregor Theilmeier benennt konkrete Ansätze: „Mit gemeinsamen interprofessionellen Ausbildungsmodulen im Studium wird es in Zukunft gelingen, auch die interprofessionelle Kommunikation im beruflichen Umfeld zu stärken. Damit verbessern wir die Patientenversorgung“, ist der Professor für Experimentelle Anästhesiologie und Leiter der Abteilung Perioperative Inflammation und Infektion an der Universität Oldenburg überzeugt. 

Mit dem Programm „Operation Team – Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsberufen“ unterstützt die Robert Bosch Stiftung bundesweit 16 regionale Kooperationsprojekte, die angehende Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten bereits in der Ausbildungsphase auf Kooperationen in einem berufsübergreifenden Team vorbereiten sollen. Universitäten, Hochschulen und nichtakademische Ausbildungseinrichtungen konzipieren dafür gemeinsam neue, berufsfeldübergreifende Lerneinheiten. Die Stiftung stellte dafür insgesamt rund zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Ziel des nun bewilligten Kooperationsprojektes in Oldenburg und Osnabrück ist es, Studierende beider Studienrichtungen in praxisnahen Veranstaltungen an beiden Hochschulstandorten gemeinsam in den Bereichen „Wissenschaftliches Arbeiten“ und „Schnittstellen zwischen physiotherapeutischer und ärztlicher Patientenversorgung“ auszubilden. Dazu sollen in den kommenden zwei Jahren Ausbildungsprogramme entwickelt und umgesetzt werden. Der Bereich „Wissenschaftliches Arbeiten“ wird in Osnabrück angesiedelt, das Modul zur klinischen Zusammenarbeit am Evangelischen Krankenhaus Oldenburg in der von PD Dr. Oliver Pieske geleiteten Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie.

Das Projekt beginnt im Juni 2017 und läuft bis 2019. Bis dahin soll die Integration der neu konzipierten Studieninhalte in die Lehrpläne der Studiengänge erreicht sein.

Redaktion: Holger Schleper



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Jun21

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