Jedes vierte Unternehmen konnte 2013 nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen

DIHK-Onlineumfrage

Pressemeldung der Firma Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

27 Prozent der befragten Firmen in der Region Heilbronn-Franken konnten einen oder mehrere Ausbildungsplätze im letzten Jahr nicht besetzen. Dies ist eines der Ergebnisse der regionalen Auswertung der diesjährigen Onlineumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), an der sich 173 Unternehmen aus der Region Heilbronn-Franken beteiligt haben. Als Grund für die Nichtbesetzung der Ausbildungsplätze führen 70 Prozent der Firmen einen Mangel an geeigneten Bewerbungen auf. Wobei zwei Drittel der Unternehmen eine rückläufige Anzahl an Bewerbungen beklagen.

Mangel an ausbildungsreifen Jugendlichen nimmt zu

Mit den verbliebenen Bewerbern sind die Firmen zunehmend unzufriedener. Laut Umfrage stellen nur 8 Prozent der Betriebe keine Mängel bei der Ausbildungsreife von Schulabgängern fest. Dagegen haben die Mängel bei Leistungsbereitschaft, Motivation und Disziplin von 40 Prozent im Jahr 2009 auf 57 bzw. 58 Prozent im Jahr 2013 stetig zugenommen.

Ausbildung hat hohe Priorität in den Unternehmen

Die Fachkräftesicherung durch eigene Ausbildung besitzt bei den Unternehmen nach wie vor hohe Priorität. Fast alle Firmen (96 Prozent) geben an, ihren Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften durch eigene Ausbildung zu sichern und rund 17 Prozent der befragten Betriebe wollen in 2014 sogar mehr ausbilden.

Um ihren Bedarf an Auszubildenden zu decken, unternehmen die Betriebe zusätzliche Anstrengungen. 29 Prozent der Firmen wollen lernschwächeren Jugendlichen eine Chance geben und 37 Prozent nutzen die ausbildungsbegleitenden Hilfen der Agentur für Arbeit. Und fast die Hälfte (44 Prozent) aller Unternehmen bietet eigene Nachhilfe im Betrieb an. Gleichzeitig wollen 30 Prozent ihr Ausbildungsmarketing verbessern. An vorderster Stelle genannt werden hier die Präsenz auf Ausbildungsmessen, das Angebot von Praktikumsplätzen und Kooperationen mit Schulen. Auch die Präsenz in den Medien wird als wichtig eingestuft. Gut zwei Drittel aller Betriebe nutzen das Internet und regionale Printmedien zur Eigenwerbung.

Gute Chancen für Auszubildende

Jugendliche, die ihre Ausbildung beenden, haben sehr gute Chancen von ihrem Betrieb übernommen zu werden. 79 Prozent aller Unternehmen in Heilbronn-Franken geben an, ihre Auszubildenden im Jahr 2014 zu übernehmen.

„Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen eine duale Ausbildung bietet“, appelliert Dietmar Niedziella, Leiter Berufsbildung der IHK, an die Schulabgänger. „Die duale Ausbildung ist im Gegensatz zur schulischen und zur hochschulischen Ausbildung für viele Jugendliche der beste Weg in den Beruf. Und er bietet jede Menge Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten in den Unternehmen.“

Die komplette regionale Auswertung der DIHK-Onlineumfrage 2014 kann im Internet aufgerufen werden unter www.heilbronn.ihk.de, Dokumentennummer AWB006078.

Diese Medien-Info kann auch per Internet unter http://www.heilbronn.ihk.de/… abgerufen werden.



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Jun04

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