IHK-Außenhandelsausschuss bei Friedrich Münch GmbH + Co.KG in Mühlacker
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Außenhandelsexperten informieren sich praxisnah
Rund 25 Mitglieder des IHK-Außenhandelsausschusses kamen auf Einladung der Firma Friedrich Münch GmbH + Co.KG zur diesjährigen Frühjahrssitzung nach Mühlacker. Das weltweit tätige Unternehmen hat jüngst die anspruchsvolle Zertifizierung durch das Luftfahrtbundesamt zum sogenannten „Bekannten Versender“ erfolgreich absolviert. „Diese Zertifizierung ist ein wichtiger Baustein, um im internationalen Geschäft zeit- und kosteneffizient operieren zu können“, betonte Inke Rausch, die bei Friedrich Münch GmbH + Co.KG für die Zoll- und Versandabwicklung verantwortlich ist. Darüber hinaus wurde das Unternehmen, das unter dem Markennamen „Niroflex“ Schutzkleidung aus Ringgeflecht überwiegend für die Fleischverarbeitungsindustrie produziert, vom Hauptzollamt Karlsruhe mit der bestmöglichen Sicherheitsstufe, dem AEO-F Zertifikat, ausgezeichnet. Somit erfüllt der Mühlacker Spezialist für Metallgeflechte, der 2008 seinen Neubau im Gewerbegebiet Waldäcker bezogen hat, die höchsten zolltechnischen Sicherheitsanforderungen für Exportsendungen. Dank dieser Zertifizierungen kommen die Waren schneller durch den Zoll und gelangen somit schneller zu den Kunden.
Im Mittelpunkt der Ausschusssitzung stand ein Vortrag von Dr. Michael Rannenberg von der Universität Stuttgart, der die Export- und Versandverantwortlichen über die Vorschriften bei der Beförderung von Gefahrgut im internationalen Warenverkehr informierte. „Unter den Begriff ‚Gefahrgut‘ fällt deutlich mehr, als viele spontan vermuten“, hob der Ausschussvorsitzende Günther Keck, Geschäftsführer AUDAX Keck GmbH, Calw, in seiner Einfüh-rung hervor. So dürfen beispielsweise Sprühdosen nicht ohne Weiteres per Post verschickt werden. Je nach Menge und Beschaffenheit der Produkte müssen die Sendungen besonders gekennzeichnet und verpackt werden. Auch der Versandweg spielt eine Rolle: Für Luftpost gelten strengere Regeln als für den Land- oder Wasserweg.
Geschäftsführer Jörg Schüle stellte den Teilnehmern das Unternehmen Friedrich Münch GmbH + Co.KG in einem kurzen Film vor. Danach führten er und Geschäftsführer Armin Fehr die Ausschussmitglieder durch den Betrieb. Die Außenhandelsexperten waren beeindruckt, dass sich das innovative Mühlacker Unternehmen mit seiner Tochterfirma proMesh GmbH auch im Architektur- und Designbereich weltweit einen Namen gemacht hat. So hat proMesh GmbH vor einigen Jahren bei Swarovski im Tiroler Inntal auf 250 Metern Länge das Werksgelände mit einem zehn Meter hohen Vorhang verhüllt, der aus 26 Millionen Einzelringen bestand. Er gilt als das größte zusammenhängende Ringgeflecht der Welt. Auch in Mailand, Istanbul, Peking und Sydney setzen die Edelstahlgeflechte aus Mühlacker eindrucksvolle optische Akzente an Fassaden von Hochhäusern. Und in der exklusiven Modewelt glänzen Models mit Kleidern, die aus Metallgeflechten der Firma proMesh GmbH hergestellt wurden. So findet sich das Knowhow des Mühlacker Unternehmens beispielsweise in der Haute Couture von Versace und Paco Rabanne wieder.
Der Nachmittag endete mit einem intensiven Erfahrungsaustausch der Ausschussmitglieder. Im Dialog mit Zollamtsrätin Hildegard Peukert, Vorsteherin der Zollämter Pforzheim und Horb, wurden aktuelle Brennpunkte in der Versand- und Exportabwicklung erörtert, darunter auch Haftungsfragen von Ausfuhrverantwortlichen sowie die aktuellen Überprüfungen von zollamtlichen Bewilligungen.
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