Matschie: „Inklusive Bildung bleibt große Aufgabe“

Preise zum Abschluss des Themenjahres vergeben

Pressemeldung der Firma Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Thüringens Bildungsminister Christoph Matschie zieht eine positive Bilanz des Themenjahres „Gemeinsam leben. Miteinander lernen“. „Es ist gelungen, Chancen und Herausforderungen der inklusiven Bildung stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.“ Die UN-Behindertenrechtskonvention von 2006 garantiere die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben. Das sei auch eine aktuelle bildungspolitische Herausforderung, so Matschie.

„Ein funktionierendes Miteinander mit Menschen mit Behinderung zu organisieren ist eine Mammutaufgabe. Ich danke allen – Lehrern, Eltern und Schülern – die sich diesen täglichen Herausforderungen stellen. In den vergangenen Jahren habe ich versucht wo es möglich ist, die Bedingungen für Inklusion zu verbessern. Mir geht es um Qualität, nicht um Tempo“, so Matschie. Der Minister verweist auf den 2013 erschienenen „Entwicklungsplan Inklusion“, der dafür konkrete Maßnahmen bis 2020 aufgezeigt. Bei der Erarbeitung des Entwicklungsplans waren neben dem Sozial- und Bauministerium auch die Kommunen, Landkreise, kreisfreie Städte und 800 Schulen eingebunden. Auch beim Personal habe es Verbesserungen gegeben. Seit 2011/2012 bekomme jede Schule mindestens ein halbe Stelle sonderpädagogische Kompetenz. Insgesamt wurden nach Matschies Angaben mehr als 900 Stellen für den gemeinsamen Unterricht bereit gestellt. Im Entwicklungsplan Inklusion bekenne sich der Freistaat ausdrücklich zur Existenz der Förderzentren. „Inklusion umfasst alle Schularten und fordert die fachliche Kompetenz aller Pädagogen. Die Förderzentren sind als Kompetenz- und Beratungszentren ein wichtiger Bestandteil unseres inklusiven Bildungssystems. Sie unterstützen die allgemein bildenden Schulen im gemeinsamen Unterricht, koordinieren den Einsatz von Sonderpädagogen und beraten Eltern und Lehrer“, so Matschie. Auch künftig brauche man die Erfahrungen der Förderschulen.

Unter der Schirmherrschaft der UNESCO-Kommission fanden im Themenjahr „Gemeinsam leben. Miteinander lernen.“ zahlreiche Veranstaltungen, Aktionen und Projekte statt, die sich mit der Inklusion auseinandersetzten. Eine Reihe dieser Projekte wurde im Rahmen des Wettbewerbs „Geschichten der Vielfalt“ ausgezeichnet. Der vom Thüringer Bildungsminister, Christoph Matschie, und dem Thüringer Beauftragten für Menschen mit Behinderungen, Paul Brockhausen, ausgelobte Preis ist insgesamt mit 7.000 Euro dotiert. Eine Fachjury wählte 20 Preisträger aus. Geehrt werden Schüler, Einzelpersonen und Einrichtungen, die sich mit Videoclips, Sportevents, Radiosendungen und Projekttagen dem Thema „Vielfalt in der Gesellschaft“ gewidmet haben. Durch die Thüringer Landesmedienanstalt wurden zwei Sonderpreise vergeben.

Eine Übersicht der Preisträger des Wettbewerbs „Geschichten der Vielfalt“ finden Sie unter http://2013.themenjahr-bildung.de/preis



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Mrz26

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