Matschie: „Kunstsammlung der Wismut ist ein besonderes Stück Geschichte“

Pressemeldung der Firma Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

„Die Kunstsammlung der Wismut ist ein besonderes Stück Geschichte. Auf besondere Weise zeigt sie uns den Alltag der Menschen und das soziale Leben rund um den Bergbau. Sie ist ein Spiegelbild der damaligen Zeit und für die vom Uranabbau geprägten Regionen bis heute identitätsstiftend. Diese Sammlung gilt es zu bewahren.“ Das unterstreicht Thüringens Kulturminister Christoph Matschie anlässlich der heutigen Eröffnung der Ausstellung „Sonnensucher! Die Kunstsammlung der Wismut. Eine Bestandsaufnahme.“ in Gera. Die Kunstsammlung ist eine der umfangreichsten eines zur DDR-Zeit tätigen Unternehmens überhaupt. In der Geraer Ausstellung wird mit 150 Werken ein Ausschnitt aus der insgesamt 4.209 Objekte umfassenden Sammlung gezeigt, darunter Gemälde, Grafiken, Zeichnungen und Fotografien. Sie zeigen Darstellungen aus der Arbeitswelt, Landschaften und Porträts. Zu finden sind sowohl kritische Werke, die beispielsweise die Zerstörung der Natur durch den Bergbau thematisieren, als auch sozialistische Propaganda-Kunst.

Mit der Ausstellung werde nach Matschies Worten auch der wechselhaften Geschichte der Wismut Ausdruck verliehen. „Kein zweites Unternehmen ist derart aufgeladen mit Weltgeschichte. Hier spiegelt sich die waffenstarrende Konfrontation der Militärblöcke als auch deren Überwindung wider.“ Als Uranlieferant habe die Wismut die Rohstoffbasis der zivilen und militärischen Atomindustrie der Sowjetunion und damit deren Status als Weltmacht gesichert. Heute gehe es nicht mehr um den Abbau von Uran, sondern um die Beseitigung der Folgen. Diese Rekultivierung der Landschaft sei ein weltweit einmaliges Großprojekt, so Matschie.

Die Kunstsammlung der Wismut erzähle diese Geschichte auf ganz besondere Weise. Deshalb müsse sich der Bund als Eigentümer dieses Kunsterbes stärker dafür einsetzen, dass die Sammlung dauerhaft der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Denn der Ausstellungserfolg in Chemnitz habe gezeigt, dass diese Ausstellung auch überregional große Zugkraft entwickelt. Deshalb fördere das Thüringer Kulturministerium die Ausstellung mit 12.400 Euro.



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Feb07

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