Wie das liebe Geld das Zusammenwachsen Europas vorantreibt
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Eine obx-Reportage (www.obx-news.de)
obx, 11.11.2014 – In den 25 Jahren nach Öffnung der Grenze zwischen Tschechien und Bayern ist viel Geld in den Grenzraum und in grenzüberschreitende Projekte gepumpt worden. Ziel: Europa soll an dieser einstigen Nahtstelle zwischen West- und Osteuropa zusammenwachsen. Zwischen den Bewohnern beiderseits der Grenze sollten alte Ressentiments abgebaut werden. Doch diesen Eindruck haben heute viele: Die Euphorie der ersten Jahre ist abgeflaut und viele gemeinsame EU-Projekte leben vor allem von den fließenden Projektgeldern aus Brüssel. Mit den Marienbader Gesprächen will die Handwerksammer Niederbayern-Oberpfalz das Bauen am gemeinsamen Haus Europa zwischen Bayern und Tschechien mit neuen Ideen beflügeln und weiter vorantreiben.
Ziel dieser Europaregion ist es, durch eine eigene Rechtspersönlichkeit ein Gegengewicht zu den Metropolregionen im Ringen um Fördergelder der EU zu bilden. Der erhoffte Geldsegen aus Brüssel ist – wie überall in Europa – wichtiger Motor für das weitere Zusammenwachsen der Länder auch an der einstigen Nahtstelle zwischen Ost und West.
Nicht zuletzt deshalb wird es am 13. November zum siebten Mal die Marienbader Gespräche geben – organisiert von der Kammervertretung der ostbayerischen Handwerker. Kernthemen in diesem Jahr: die Weiterentwicklung des grenzübergreifenden Wirtschafts- und Lebensraums im Herzen des Kontinents. Diskutieren wollen die Vertreter von Unternehmen, Behörden, und Institutionen aus Ostbayern, Österreich, Tschechien und der Slowakei auch über gemeinsame Lösungen für den Fachkräftemangel, über eine Wohlfühlkultur für ausländische Arbeitnehmer in den jeweiligen Nachbarländern und Hemmnisse aufgrund der noch immer sehr unterschiedlichen Vorschriften in den einzelnen Ländern.
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