Weltalphabetisierungstag am Donnerstag: Deutschland braucht einen starken Grundbildungspakt

Pressemeldung der Firma Deutscher Volkshochschul-Verband e.V

Die Volkshochschulen bekräftigen ihre Bereitschaft, am geplanten nationalen Grundbildungspakt für Alphabetisierung tatkräftig mitzuwirken. „Schon heute sind die Volkshochschulen die wichtigste Anlaufstelle für funktionale Analphabeten. Wir brauchen mehr gezielte Maßnahmen, um den Anteil der Betroffenen drastisch zu senken“, betont die Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV), Prof. Dr. Rita Süssmuth. Wenn jeder siebte Erwachsene in Deutschland keinen zusammenhängenden Text lesen kann, dann ist das ein Problem, das uns alle angeht. Bund, Länder, Kommunen und alle gesellschaftlichen Akteure müssen sich dieser Herkulesaufgabe stellen. Nur mit zusätzlichen Mitteln und vereinten Kräften kann der Analphabetismus durchgreifend zurückgedrängt werden.

Über Auswirkungen funktionalen Analphabetismus‘ auf Kultur, Gesundheit, Beschäftigung und De-mokratie wird Süssmuth deshalb mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Bundesagentur für Ar-beit, dem Institut der deutschen Wirtschaft, dem Deutschen Kulturrat, der Bundeszentrale für politi-sche Bildung, dem AOK-Bundesverband und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband diskutieren. Die zentrale Auftaktveranstaltung des jährlichen Weltalphabetisierungstages findet von 10.30 bis 14.00 Uhr in den Räumen der Bundespressekonferenz (Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin) statt.

Hintergrund: 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland können keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben. Weitere 13,3 Millionen haben große Schwierigkeiten, den Grundschulwort-schatz schriftlich anzuwenden. Als im Februar diese aufrüttelnden Zahlen veröffentlicht worden wa-ren, kündigten Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan und der Präsident der Kultus-ministerkonferenz, Dr. Bernd Althusmann, einen nationalen Grundbildungspakt an.



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Sep07

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