Einmal Ausland und zurück

Neues DAAD-Programm erleichtert Postdoktoranden Rückkehr nach Deutschland / Wanka: "Perspektiven für Nachwuchswissenschaftler bieten"

Pressemeldung der Firma BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung

Ein Forschungsaufenthalt im Ausland ist ein Pluspunkt für die wissenschaftliche Karriere. „P.R.I.M.E. – Postdoctoral Researchers International Mobility Experience“, ein neues Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), macht es Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern leichter, im Anschluss daran wieder nach Deutschland zurückzukehren. Mit P.R.I.M.E. geht der DAAD dabei neue Wege bei der Förderung der Auslandsmobilität von Postdoktoranden: Statt eines Stipendiums erhalten die Geförderten eine Stelle an einer deutschen Universität ihrer Wahl, an der sie nach einem einjährigen Forschungsaufenthalt im Ausland ihre Arbeit fortführen. Finanziert wird „P.R.I.M.E“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des EU-Programms COFUND (Marie-Curie-Maßnahmen).

„Die große Nachfrage nach einem Förderangebot mit fester Rückkehroption zeigt, dass viele hervorragende Nachwuchswissenschaftler an einem längerfristigen Engagement im deutschen Wissenschaftssystem interessiert sind und dieses wertschätzen“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. „Wissenschaft braucht internationale Vernetzung, es stärkt den Forschungsstandort Deutschland, wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Ausland Erfahrungen sammeln. Und es ist wichtig, exzellenten Postdoktoranden in dieser wichtigen Phase ihrer wissenschaftlichen Karriere eine Perspektive für die Zeit danach in Deutschland zu bieten.“

Eine weitere Besonderheit des neuen Programms: Der DAAD fördert erstmals Auslandsaufenthalte von Nachwuchswissenschaftlern unabhängig von der Nationalität. „Auf diese Weise unterstützen wir alle Forscherinnen und Forscher, die ihre Zukunft in Deutschland sehen und gleichzeitig ihre akademische Entwicklung mit einem Auslandsaufenthalt voran bringen möchten“, sagte DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel.

Die Nachfrage nach dem neuen Förderangebot ist groß: Innerhalb kürzester Zeit meldeten sich 344 Bewerberinnen und Bewerber. 31 von ihnen wurden von einem international zusammengesetzten Fachgutachtergremium zur Förderung ausgewählt. Sie kommen aus unterschiedlichen Disziplinen der Natur-, Ingenieur- und Geisteswissenschaften, viele von ihnen sind interdisziplinär ausgerichtet. Insgesamt stammen die Bewerber aus 43 unterschiedlichen Ländern, wobei der Anteil deutscher Bewerber mit 62 Prozent erwartungsgemäß groß war. Dies spiegelt sich auch bei den Geförderten wider. Neben 21 Postdoktoranden aus Deutschland sind acht weitere Nationen vertreten, darunter Australien, Großbritannien, Polen und Rumänien.

Die erfolgreichen Antragsteller werden für die gesamte Förderdauer von 18 Monaten an einer deutschen Hochschule ihrer Wahl angestellt, mit der sie auch während der zwölfmonatigen Auslandsphase in Kontakt bleiben. So können sie ihre anschließende Rückkehr nach Deutschland optimal vorbereiten. Für die Hochschulen bietet das Programm hervorragende Möglichkeiten, erstklassige Nachwuchswissenschaftler zu gewinnen und gemeinsam mit ihnen und der ausländischen Gastinstitution neue Forschungsschwerpunkte zu setzen. Die Zeit der DAAD-Förderung kann zudem genutzt werden, um die Finanzierung der weiteren Forschung zu sichern. Ende Juli haben sich die ersten P.R.I.M.E.-Geförderten zu einem Einführungsseminar in Bonn getroffen. Ihre Kurzprofile werden auf der P.R.I.M.E. Webseite bereitgestellt.

Weitere Informationen unter www.daad.de/prime und http://www.bmbf.de/de/908.php



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Jul30

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