FH Lübeck zu Eingangsvoraussetzung von Erstsemestern
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„Die Frage ist nicht, ob wir ein G8- oder ein G9-Schulsytem haben“, so Dr. Muriel Kim Helbig, Präsidentin der Fachhochschule Lübeck, „die Frage ist, welche Qualifikationen die Schülerinnen und Schüler für Ihren weiteren Lebensweg mitbekommen“.
An der FH Lübeck haben zum Wintersemester 2016/17 rund 1.100 Erstsemester ihr Studium aufgenommen. Viele von ihnen kamen direkt nach ihrem Schulabschluss an die Hochschule.
„Wir beobachten mit Sorge, dass die Schulbildung in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik vernachlässigt wird. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in den MINT-Disziplinen gibt es hier erheblichen Nachholbedarf“, erläutert Helbig.
Besonders bei den sogenannten Soft Skills sehen die Lehrenden Probleme. Viele Studierende lernen erst an der Hochschule, wie sie sich organisieren und ihre Zeit einteilen müssen, um Erfolg zu haben. „Wir haben beobachtet, dass einige Schulabgänger_innen noch nicht studierfähig sind. Projekt-, Selbst-, und Zeitmanagement sind wichtige Erfolgsfaktoren im Studium und im Arbeitsalltag. An der FH Lübeck bemühen wir uns zwar in Vorkursen oder Wahlfächern das Defizit auszugleichen, gleichwohl sollten diese Fähigkeiten schon in der Schule stärker gefördert werden.“
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