Wirtschaft und DGB fordern Aufhebung des Kooperationsverbots
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Matschie: "Bund muss sich Verantwortung bei Bildungsfinanzierung stellen"
Thüringens Bildungsminister Christoph Matschie begrüßt die Forderung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages und des DGB zur Abschaffung des Kooperationsverbotes, um mehr Investitionen in der schulischen Ganztagsbetreuung zu ermöglichen. „Bildung ist eine zentrale Zukunftsaufgabe der sich Bund und Länder gemeinsam stellen müssen. Um die Qualität unserer Bildungsangebote weiter zu verbessern, ist ein stärkeres finanzielles Engagement des Bundes notwendig“, so Matschie.
Mit Blick auf die gegenwärtige Situation der Bildungsfinanzierung in Deutschland, sieht der Minister beim Bund noch Spielräume. „Die öffentlichen Bildungsausgaben betrugen im vergangenen Jahr 110 Milliarden Euro. Davon haben 80 Milliarden die Länder getragen, 23 Milliarden die Kommunen und nur 7 Milliarden der Bund. Es ist an der Zeit, dass sich der Bund seiner Verantwortung in dieser Zukunftsaufgabe stellt“, fordert Matschie.
Für mehr Chancengleichheit in der Bildung werde ein weiterer Ausbau des schulischen Ganztagsangebotes benötigt. Dies sei ein wesentlicher Schlüssel für die individuelle Förderung von Kindern und für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, unterstreicht Matschie. „Dass die Eltern diese Ganztagsangebote wollen, sieht man an Thüringen. Bei uns besuchen 51 Prozent aller Schulkinder eine Ganztagsschule. Damit liegt der Freistaat bundesweit auf einem Spitzenplatz“, so Matschie. Dieser Trend dürfe nicht ins Stocken geraten. Matschie betont: „Jetzt ist der Bund gefragt.“
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Jul19









